Friday, February 4, 2011

Christoph Mauz: Motte Maroni. Flossen des Grauens

Flott und unterhaltsam wie eine Fernsehserie erzählt diese Geschichte von der Jagd auf eine mysteriöse Kreatur im Neusiedlersee. Diese bedroht das Leben von Dackeln, Luftmatratzen und Badegästen gleichermaßen und sorgt naturgemäß für viel Aufsehen. Motte Maroni und sein Freund Meier machen sich auch auf die Suche nach dem Monsterfisch. Einerseits verspricht der „Podersiedeler Morgenbote“ 5000 Euro Belohnung, andererseits gilt es den „Traum aller urlaubenden Jungsurfer und Fischcamper“, ein Mädchen namens Nina, zu beeindrucken.

Christoph Mauz gelingt es, ein spannendes und auf unterhaltsame Weise kurzweiliges Buch vorzulegen. Die Berichte des Podersiedeler Morgenboten, die der Autor neben den Erzähltext stellt, sind ein Highlight für sich, zudem sie ganz stark an so manches österreichische Printmedium erinnern. Der Autor schafft es auch sonst, das typisch Österreichische einzufangen und widerzugeben, sowohl in der Sprache („Monsterplutzer“) als auch in den Charakteren. Und die augenzwinkernden Anspielungen auf Spielbergs Klassiker „Der weiße Hai“ sind ein nettes Extra für Kenner des Films. Die auffällig kurze Länge des Textes stört nicht weiter, macht das Buch aber sicher auch für Wenigleser interessant! (MP)

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