Wednesday, February 16, 2011

Marlene Röder: Zebraland

Mit „Zebraland“ legt Marlene Röder einen fast schon klassischen Thriller vor, der an stark Filme wie „Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast“ erinnert. Das Buch verzichtet aber auf billige Effekte und beschreibt auf sehr intelligente Art und Weise vier Jugendliche, die einer Extremsituation ausgesetzt sind. Sie haben den Tod einer Mitschülerin zu verantworten und beschließen, ihre Tat zu vertuschen. Doch als sie einen anonymen Brief erhalten, müssen sie feststellen, dass es anscheinend noch einen Mitwisser gibt, der sie nicht einfach so davonkommen lassen will.

Erzählt wird abwechselnd von zwei verschiedenen Perspektiven, einmal aus der Sicht von Judith und einmal aus der Sicht von Ziggy. Beide besitzen ihre ganz eigene Stimme und gehen auch sehr unterschiedlich mit der Schuld um, die sie auf sich geladen haben. Diese Schuld und anonymen Erpresserbriefe führen zu Misstrauen innerhalb der Gruppe und das Misstrauen wiederum führt zu Gewalt. „Zebraland“ ist spannend bis zum letzten Kapitel und hat einige überraschende Wendungen für den Leser parat. Insgesamt ist Marlene Röder ein sehr empfehlenswerter Text gelungen, nicht nur für junge Erwachsene oder Jugendliche. (MP)

Zweitmeinung: Es ist ein sehr spannendes Buch. Es ist stellenweise gruselig. Angsteinflößend. Zum Beispiel die Träume des Jungen, der immer wieder von dem toten Mädchen träumt. Es hat mich erstaunt, dass die Jugendlichen einfach geflohen sind und dass sie mir ihrer Schuld leben konnten. Die Spannung entsteht durch die Briefe des Erpressers und das Ende war sehr überraschend. (VL)

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